Bedeutung des Abschieds

Der endgültige Abschied von einem nahestehenden Menschen gehört zu den besonders schwierigen Momenten, für die, die bleiben. Eine kreativ und persönlich gestaltete Trauerfeier kann dabei helfen, den Verlust zu akzeptieren. Dabei ist es wichtig, sich an die Interessen und Vorlieben des/der Verstorbenen zu erinnern: Was hat ihn/sie ausgemacht? Welche Musik verbinden Sie mit ihm/ihr? Gibt es persönliche Gegenstände, die sein/ihr Leben widerspiegeln? Was hätte er sich gewünscht? Gibt es vielleicht eine Umsetzung, die an seinen/ihren Charakter oder die Interessen erinnert?

Gemeinsame Rituale können dabei helfen, die Trauer zu verarbeiten. Auch die Auswahl des Friedhofs und des Grabes sind wichtige Entscheidungen, denn die letzte Ruhestätte ist ein wichtiger Ort für die Trauer der Angehörigen.

 

Bestattungsablauf

Die Abläufe der evangelischen, katholischen und der weltlichen Bestattung unterscheiden sich in einigen Punkten. Hier finden Sie einen Überblick zu den Einzelheiten der jeweiligen Zeremonien.

Evangelisch

Für die Mitglieder der evangelischen Kirche bedeutet die Bestattung eine gottesdienstliche Handlung. Der Verstorbene wird mit Gebet und Segen der Gnade Gottes anbefohlen. Den Hinterbliebenen wird dabei die Botschaft aus dem Evangelium nahe gebracht. Die Gemeinschaft der Kirche gilt über den Tod hinaus. Die evangelische Kirche ist offen für die unterschiedlichen Bestattungsarten: Erd-, Feuer- und Seebestattungen sind hier aus kirchlicher Sicht gleichgestellt.

Ein wichtiges Ritual der evangelischen Trauerzeremonie ist der Gemeindegottesdienst nach einer Beisetzung. In ihm werden die Verstorbenen benannt und durch die Gemeinde in Gottes Hand befohlen.

 

Römisch-Katholisch

Römisch-katholische Trauerfeiern werden in der Regel von vielen Ritualen der Liturgie bestimmt. Hierzu gehören Gebete, der Wortgottesdienst, eine Lesung, die Ansprache, Fürbitten, die Grabsegnung und ein  abschließendes Segenswort. Nach dem Glauben der katholischen Kirche befinden sich die Seelen Verstorbener, die vor Gottes Gericht bestanden haben, vor ihrer Aufnahme in den Himmel an einem Ort der Reinigung. Angehörige können durch Messopfer und Gebete dazu beitragen, diese Zeit zu verkürzen.

Meistens wird vor der Beisetzung üblicherweise eine vollständige Messe abgehalten. Im Anschluss geht die Trauergemeinde auf den Friedhof zum Grab. Das Sechswochenamt ist in vielen Regionen eine Selbstverständlichkeit. An diesem Datum versammeln sich die Trauernden in der Kirche, um im Rahmen einer gemeinsamen Eucharistiefeier dem Verstorbenen zu gedenken.

Weltlich

Im Rahmen des weltlichen Abschieds wird in der Regel auf religiöse Elemente und Rituale verzichtet. Die Trauerrede ist ein besonders wichtiger Bestandteil der Feierlichkeiten. Sie wird von einem freien Trauerredner gehalten. Manchmal spricht auch ein Angehöriger zu der Trauergemeinde. In der Rede wird der Lebenslauf des Verstorbenen nachgezeichnet. Oft kommen auch Fotografien oder Filmmaterial aus seinem Leben zum Einsatz. Die Angehörigen haben die Möglichkeit, kreativ mitzuwirken, z. B. durch musikalische Beiträge oder auch bei der Auswahl der dekorativen Elemente. Als Abschiedsritual können auch Kerzen entzündet werden,

Neuapostolisch

Im Mittelpunkt des Glaubens der Mitglieder der neuapostolischen Kirche stehen die Veränderung der Seele eines Verstorbenen zum Guten sowie die Wiederkunft Christi. Aus diesem Grunde gibt es in den Gottesdiensten regelmäßig besondere Gedenkmomente für die Verstorbenen. Ein „Gottesdienst zum Gedenken an die Entschlafenen“, in dem den Seelen verstorbener Menschen die Sakramente gespendet werden, findet drei Mal jährlich statt. Die Trauergemeinde versammelt sich in der Kirche für die Trauerfeier, anschließend folgt die Bestattung auf dem Friedhof.

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